Das Fassadenkunst-Projekt „Stadtfeld zeigt Gesicht“ ist umgesetzt. Von Mitte September bis Ende Oktober waren die international renommierten Künstlerinnen und Künstler im Stadtteil aktiv. Sie verwandelten die Triftäckerstraße in eine Street-Art-Galerie und schufen atemberaubenden Kunstwerke. Dabei war nicht nur Zuschauen, sondern auch Mitmachen erlaubt. Die Kulturfabrik Löseke hat die Umsetzung mit zahlreichen Workshops begleitet.
Im Rahmen eines zweitägigen Workshops hat Graffiti-Künstler Ole Görgens am 14. und 15. Oktober 2023 zusammen mit Kindern und Jugendlichen des Stadtfelds eine eigene Fassade gestaltet. Zentral an der Endhaltestelle der Stadtbus-Linie entstand so das "Eingangs-Schild" zur Freiluft-Galerie von "Stadtfeld zeigt Gesicht".
Es herrscht Jubelstimmung im großen Sitzungssaal des Hildesheimer Rathauses. Die Gewinnerentwürfe des Fassadenkunst-Projekts „Stadtfeld zeigt Gesicht“ stehen fest! Über den großen Besprechungstisch hinweg prosten sich die Jury-Teilnehmenden und die Organisatoren mit alkoholfreien Sektgetränken zu.
Das Projekt "Stadtfeld zeigt Gesicht" will das Stadtfeld in eine Freiluft-Galerie verwandeln. Die Kulturfabrik Löseke ließ einen Sommerabend lang schon Wirklichkeit werden, was eigentlich noch in der Planung ist. Am 19. August 2023, zum Abschluss des großen Online-Votings und als letzte Aktion im Rahmen der begleitenden "Wahl-Parties", brachten die Kultur-Aktivisten die Entwürfe der Künsterlerinnen an die Wand. Noch nicht mit Farbe, aber mit Licht. Mithilfe eines Videobeamers wurde die Fassade der Triftäckerstraße 31 illuminiert. Und die Nachbarinnen und Nachbarn konnten erleben, wie die Kunst von "Stadtfeld zeigt Gesicht" ihre Community verändern wird.
Ein Jahr lang war die Kulturfabrik Löseke e.V. auf Forschungsreise im Stadtfeld! Jana Kegler und Maren Pfeiffer waren mit einem besonderen und herausfordernden Auftrag unterwegs: Sie fragten nach dem „Gesicht“ des Stadtteils. Nun legen sie in Form einer bunten und spannenden Broschüre die Ergebnisse ihrer Forschungsreise vor.Das Dokument steht hier im digitalen Format zum Download bereit!
Familie Deh ist zufrieden. Seit kurzer Zeit lächelt die „Oma“ von der Fassade ihres Hauses mit der Nummer 2A in der Triftäckerstraße. „Wir sind echt begeistert!“ schwärmt Julia Deh vor dem neuen Wandbild, das über den Vorgarten direkt auf die Kreuzung am Sauteichsfeld schaut. Die alte Dame, die mit gütigen Augen und weisem Lächeln von der Fassade blickt, wäre heute sicherlich auch begeistert von dem Ergebnis gewesen. Doch die Fertigstellung ihres Portraits hat sie nicht mehr erlebt. 2019 ist Margarete Deh über 90-jährig verstorben. Von dem Plan, dass ihr Portrait eines Tages auf der Hauswand ihrer Enkelin erscheinen sollte, hatte sie aber noch erfahren. „Oh, das finde ich aber lustig!“ So hat die Oma ihre Bestätigung gegeben. „Da bin ich ja mal gespannt!“ Es hat dann leider doch etwas länger gedauert. 

"Stadtfeld zeigt Gesicht" ist der Name eines Projektes im Rahmen des Städtebauförderprogramms Sozialer Zusammenhalt, mit dem in den kommenden Jahren leere Hausfassaden kunstvoll gestaltet werden sollen. Davon gibt es im Stadtfeld viele - und sie könnten zu großen, weißen "Leinwänden" für internationale renommierte Fassadenkünstler*innen werden. Aber nicht mit schönen bunten Bildern allein - das war den Ideengebern von "Stadtfeld zeigt Gesicht" besonders wichtig.
„Stadtfeld zeigt Gesicht“ will etwas von den Menschen erzählen, die hier leben, will Geschichten der Nachbarschaft hören und etwas davon wiedergeben. „Gesicht zeigen“ heißt, zu offenbaren, wer man ist, etwas von der eigenen Persönlichkeit preiszugeben. Was könnte es bedeuten, wenn Stadtfeld sein/ihr Gesicht zeigt? Sicher ist: Stadtfeld hat Gesicht. Nicht das Gesicht eines Einzelnen, sondern ein Gesicht der Vielen, einer Gemeinschaft.
Stadtfeld zeigt Gesicht“ lädt zum Gespräch ins mobile Wohnzimmer ein!
Mit gemütlichen Sesseln und offenen Ohren richtet das Projekt „Stadtfeld zeigt Gesicht“ an drei Nachmittagen im Außenraum das temporäre „Wohnzimmer live“ ein. Wir, Jana Kegler und Maren Pfeiffer, möchten noch mehr über eure persönlichen Gemeinschaften und die Gemeinschaften im Stadtfeld erfahren: Welche Aktivitäten machst du gerne gemeinsam mit anderen? An welchen Orten entsteht Gemeinschaft im Stadtteil? Rund um diese Fragen wollen wir mit euch einen spontanen Austausch starten. Wir wollen euren Geschichten Raum geben, erzählt, aufgeschrieben oder aufgemalt zu werden. Direkt vor Ort und ohne Anmeldung. Wir freuen uns auf euch!Die Termine des „Wohnzimmer live!“ sind:
28.5. (Sandras Kiosk),
9.6. (Wiese beim Stadtteilbüro) und
16.6. (Rote Spielplatz)
jeweils ab 15 Uhr.
Ein Platz am Tisch ist noch frei. Der leere Stuhl lädt ein, sich in die Runde der Spielerinnen zu setzen und ein Partie Rummikub mitzuspielen …
Dieses Bild könnte bald riesengroß eine Hausfassade im Stadtfeld einnehmen. Der Entwurf stammt von der britischen Künstlerin Helen Bur, die mit ihren beeindruckenden Wandgemälden international unterwegs ist. Ihre hyper-realistischen und zugleich traumhaft-meditativen Bilder zieren Hausfassaden nicht nur in England und Schottland, sondern auch in Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, in Belgien, Luxemburg und der Schweiz, in den skandinavischen Ländern Schweden, Finnland, Norwegen, und in noch ferner Regionen, wie den USA, in Afrika und Indien. Und nun bald auch wieder in Deutschland … in Hildesheim, im Stadtfeld.









