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Mit anderen Augen durch das Stadtfeld

F2_Begehung Demogr. SpaziergangEinmal die Welt mit anderen Augen sehen. Und zum Beispiel mit der Perspektive einer 32-jährigen Mutter von drei Kindern (im Altern von 4, 9 und 12 Jahren) durch das Stadtfeld gehen. Wie sehe ich dann den zentralen Spielplatz? Wie empfinde ich den Schulweg, den meine Kinder tagtäglich zu gehen haben – vor allem an der gefährlichen Kreuzung im Sauteichsfeld? 
Oder die Nachbarschaft mal durch die Brille einer 81-jährigen, gehbehinderten Rentnerin sehen. Schaffe ich es mit meinen Rollator gut in den Bus? Gelingt es mir als Rollstuhlfahrer problemlos die Straßenseite zu wechseln oder muss ich erst einen langen Umweg fahren, bevor ich einen abgesenkten Bordstein finde?

F4_Ortsbesichtigung2

Genau zu diesem Rollentausch und Perspektivwechsel wurde mit dem "Demographischen Spaziergang" der Stadt Hildesheim eingeladen. Renate Pischky-Winkler von der Stabsstelle für Demographie und Inklusion ist von Berufswegen besonders sensibel für das vieldiskutierte Thema des "demographischen Wandels", den unsere Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten erwartet. Ein Trend, der auch am Stadtfeld nicht vorbeigehen wird. Insbesondere aus Perspektive der Stadtplanung und Stadtentwicklung stellen sich viele Fragen. Mit dem Wettbewerb "Zukunftsstadt" hatte Pischky-Winkler 2015 erstmals Bürgerinnen und Bürger zum Gespräch geladen. Mit dem Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" ist nun wieder Gelegenheit gegeben, um die Frage nach einem "zukunftsfähigen" Stadtteil neu zu stellen: Wie sieht's aus mit der "Barrierefreiheit"? Sind Straße und Plätze "inklusiv" gestaltet? Warum ist die Nahversorgung so schlecht – und ist die Anbindung an die Innenstadt per Bus, mit dem Fahrrad oder fußläufig ausreichend gut?
Diesen und anderen Fragen will der "Demographische Spaziergang" auf die Spur kommen. Und damit der Stadtplanung im Rahmen der "Sozialen Stadt" ganz konkrete und entscheidende Impulse geben.

F1_Begrüssung Demogr. SpaziergangRund 25 Teilnehmer sind der Einladung gefolgt. Unter den Vertreterinnen und Vertretern aus der Nachbarschaft, von den lokalen Einrichtungen und Inititativen, aus der Politik sowie aus der Stadtverwaltung hat sich ein besonderer Gast dem Demographischen Spaziergang angeschlossen: Stadtbaurätin Andrea Döring besucht das Stadtfeld im Rahmen ihrer stadtweiten Stadtteilspaziergänge. Die Dezernats-Chefin Döring will sich ein direktes Bild vom Stadtfeld machen und ihr Ohr dicht bei den Nachbarn und Aktiven vor Ort haben. "Besser hätte das Wetter ja gar nicht sein kommen!" freut sich die Baudezernentin bei ihrer Begrüßung über den wirklich "goldenen Oktobertag".


F3_Ortsbesichtigung1Farbige Themenkarten laden die Teilnehmenden zum Rollenspiel und Perspektivwechsel ein. Für alle, die sich noch auf ihre gesunden Füsse verlassen können, machen ein mitgebrachter Rollstuhl und Rollator, viele "Hürden" unmittelbar spür- und greifbar. Rund zwei Stunden dauert der Gang durch die Nachbarschaft. Es geht über viele hohe Bordsteine, vorbei an langweiligen Spielplätzen oder anonymen Freiflächen, zu Bushaltestellen ohne Fahrpläne, entlang der lautstarken Berliner Straße, über gefährliche Kreuzungen – und endet schließlich in den Räumen der Freien Evangelischen Gemeinde (FeG) in der Von-Thünen-Straße.

 

F6_Diskussion StellwandNach der Stärkung am Snack-Buffet wird es nun noch einmal mit Daten und Zahlen konkret. Säulendiagramme machen anhand statistischer Werte sichtbar, dass das Stadtfeld im Wandel ist. Das Einzugsgebiet hat einen überdurchschnittlich hohen Anteil von Kinder und Jugendlichen – doch auch der Anteil der älteren Bevölkerung wächst. Es wird bereits viel und gute Arbeit für die nachwachsende Generation geleistet – doch wird generationengerecht auch an die Alternden gedacht?

 

F5_Diskussionsforum"Das Stadtfeld ist im Wandel" – dies ist Stadt- und Sozialplanung mit dem "Demographischen Spaziergang" einmal mehr deutlich geworden. Doch noch ein weiteres Fakt lässt sich zum Abschied für die Bilanz festhalten: die Menschen leben gerne hier. Als "grüner", "familienfreundlicher" und "ruhiger" Stadtteil wird das Umfeld beschrieben. Ein "urbanes Dorf" am Stadtrand eben. Über 30 Jahre wohnt einer der mitspazierenden Nachbarn im Quartier. Wie dem rüstigen Senior geht es vielen: "Ich will hier nicht weg!"



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