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Dschungelfieber im Stadtfeld

At Work3 PantherAuge in Auge sitzt Jaron mit der „Bestie“. Mit grünen Augen lauert der schwarze Panther im Unterholz. Doch Jaron setzt lässig die Spraydose an und sprüht mit schwenkenden Bewegung die silbrigen Schnurrhaare der Wildkatze. Der 13-jährige Schüler hat den richtigen Schwung schon ganz gut raus. Unter Anleitung von „Spray-Artist“ Ole Görgens übt der Teenager seit dem Vortag den Umgang mit der Spray-Dose. Und Jaron zeigt Talent und Ehrgeiz. Von den „Trockenübungen“ an der Pressspan-Wand ist er schnell zur echten Wand gewechselt. Und hier hilft er nun schon ganz fachmännisch bei der künstlerischen Arbeit. Nachdem sich Jaron fast den ganzen Vormittag einem Orang-Utan gewidmet hat, darf er nun dem Panther weiter Feinschliff geben. „Super!“ lobt Mentor Görgens seinen jungen Schüler. "In dem Alter habe ich auch angefangen mit dem Sprühen!" erzählt der Künstler schmunzelnd. Von dem einstigen Jugendhobby kann Ole Görgens mittlerweile leben. Sein Unternehmen "Sprühwerk" ist überregional gefragt. Eine Zukunftsperspektive vielleicht auch für Jaron. Den Praktikumsplatz bei "Sprühwerk" hat er jedenfalls schon sicher.


At Work2 FroschAt Work1 Affen

 

Währenddessen arbeitet Haschim nur ein paar Meter weiter an einem überdimensionalen Frosch. Auch Haschim ist engagiert dabei und hat am Vortag die eher langweilige Arbeit des Vorstreichens mit der Farbrolle geduldig gemeistert. Heute kann er mit der Spray-Dose loslegen. Die Dschungellandschaft an den langen Wänden des Durchgangstunnels ist schon gut erkennbar. Über alte Mauersteine eines zerfallenen Tempels öffnet sich ein weiter Regenwald-Ausblick. In der Ferne lässt sich ein Wasserfall erkennen und die Strohdächer eines kleinen Dorfes. Und immer mehr Tiere gesellen sich ins Bild. Hier schaut eine Erdmännchen-Familie neugierig aus dem Bau. Dort trägt eine Affenmutter ihr Junges. Am Boden ringelt sich eine Schlange und in den Ästen sitzt ein exotischer Vogel. Palmenwedel und Lianen drängen aus dem Tunnel die Häuserwand hinauf. Aber eben nur 2D und mit Sprühfarben.


Spraydosen + Entwurf1Der Dschungel ist ein neues Projekt von „Sprühwerker“ Ole Görgens, der mit seinen Wandbildern in Stadt und Landkreis Hildesheim weithin bekannt ist. Seine originellen Fassadengestaltungen greifen spielerisch Aspekte der Umgebung auf und betten die bunten Kunstwerke passend ins Umfeld ein. So lässt Görgens immer neue „Hingucker“ auf Straßen und Plätzen der Stadt entstehen. Auch dunkle Tunnel oder Ecken werden nach seiner Farbbehandlung plötzlich zu einladenden und freundlichen Landschaften.

Nun bringt Ole Görgens den Dschungel ins Stadtfeld. Das Projekt ist eine Auftragsarbeit für den Beamten-Wohnungs-Verein (BWV) und wird durch Städtebaufördermittel der „Sozialen Stadt“ unterstützt. Mit dem Kunstwerk soll Leben in einen neuen Durchgangstunnel gebracht werden, der die rückwärtig liegenden Hauseingänge des Wohnblocks Triftäckerstraße 30-46 erschließt. Die Wegeverbindung soll kein funktionaler und kahler Durchgang bleiben. Das entstehende Kunstobjekt korrespondiert mit den Grünanlagen im Umfeld. Das „Dschungel-Motiv“ weckt Fernweh und will die Fantasie der Passanten anregen. In naher Zukunft soll dazu ein Übergang aus Holzbohlen die Atmosphäre vom Dschungelleben im Tunnel noch verstärken.


Mitmach-Baustelle1Nebenprojekt

 

Mitmach-Baustelle2Doch bis dahin gibt’s noch viel zu tun. „Eine gute Woche“, so schätzt Künstler Ole Görgens die anstehende Nacharbeit ein. Der einleitende Wochenend-Workshop für Kinder und Jugendliche ist aber ein wichtiger Grundstein. Der Stadtteil-Verein Gemeinwesenentwicklung Stadtfeld e.V. hat die Aktion im Rahmen des Quartiersmanagements für die „Soziale Stadt“ Stadtfeld organisiert. Stadtteilarbeiter Jens-Hendrick Grumbrecht weiß, wie wichtig die Einbindung der Jugendlichen bei solchen Projekten ist. „Die Akzeptanz ist viel höher, wenn die Kinder und Jugendlichen ihren Teil dazu beitragen dürfen.“ Die Wertschätzung wächst, wenn man weiß, wie viel Arbeit darin steckt – und vor allem dann, wenn man sich selber ein kleines Stück mit "verewigen" kann. Zu diesem Zweck hat der Fassaden-Künstler auch schon eine besondere Fläche vorgesehen: an einer Eingangssäule des imaginären Tempels wird eine Namens-Tafel der teilnehmenden Nachwuchs-Künstler entstehen. Auch Jaron und Haschim werden als fleißige Mitarbeiter ihre Namen hier eingesprüht finden.


Im Laufe der Workshop-Tage bleiben viele Passanten stehen und verfolgen den Lauf der Arbeit auf der Mitmach-Baustelle. Die Endhaltestelle der Stadtbus-Linie 6 „Stadtfeld Ost“ liegt dem neuen Durchgangstunnel direkt gegebenüber. Das „Dschungel“-Projekt kommt gut an bei den Nachbarinnen und Nachbarn. „Eine tolle Sache!“ lobt ein älterer Herr, der auf den Bus wartet und über die Straße hinweg zuschaut. „Hoffen wir mal, dass das so schön bleibt!“ ergänzt seine Begleiterin.

 

Weitere Information: Zur Terminausschreibung "Ein Dschungel für das Stadtfeld"



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