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Alles muss raus! - Stadtfeld mistet aus

An diesem verschlafenen Freitagmorgen bietet die noch stille Triftäckerstrasse einen sonderbaren Anblick. An den Straßenrändern, in regelmäßigen Abständen von Haus zu Haus, türmen sich Berge alten Hausrats: Möbel aller Art, defekte Elektrogeräte, Teppichrollen, Spiel- und Sportutensilien, sowie allerlei groß- und kleinformatiger Stöber.

Sperrmüll4Auch wenn die Müllhaufen noch so wild aussehen: dieses Chaos ist organisiert! Schon rollt das Einsatzkommando der ZAH mit schweren Lastwagen an, ein Trupp der Arbeiter in den orangefarbenen Uniformen springt ab und beginnt anzupacken. Systematisch wird Müllberg für Müllberg abgetragen und ganze Wohnungseinrichtungen verschwinden nach und nach in den Schächten der Laster. Immer wieder fahren sie die Straße ab, halten vor den Zufahrten und Anwohner aus den Häuserreihen liefern ihren sperrigen Müll direkt am Laster ab.

 

Sperrmüll1Dem Sozialarbeiter Ingo Hlubek und seinen Kollegen von der Baugenossenschaft „Wiederaufbau“ war der Sperrmüll schon lange ein Dorn im Auge. Was heute entsorgt wird, hat sich oft über Jahre angesammelt, hat Keller, Dachböden und Garagen verstopft. „Häufig ist es gar kein böser Wille,“ schätzt Hlubek das Entsorgungsverhalten seiner Mieter ein, „sondern einfach Unwissenheit!“ Jens-Hendrick Grumbrecht, Projektkoordinator der Gemeinwesenentwicklung Stadtfeld, teilt Hlubeks Meinung. Im Stadtteilbüro Stadtfeld wurde der „Sperrmüll-Aktionstag“ vorbereitet. Kostenlos waren hier Sperrmüllkarten zu bekommen, teilweise unterstützte Grumbrecht beim Ausfüllen der Abholungsanträge. „Einige haben in ihrem ganzen Leben noch keine Sperrmüll-Karte ausgefüllt“, glaubt der Sozialarbeiter. Gerade wo Sprachprobleme und Ängste vor Behörden im Hintergrund stehen, seien die Menschen einfach überfordert. „Dass sie zweimal im Jahr kostenlos ihren Sperrmüll entsorgen können, hat viele überrascht!“

Auch alleinstehende, ältere oder auch kranke Menschen sind oft überfordert, wenn es darum geht, den Keller zu entrümpeln. So gingen im Stadtteilbüro auch viele Anfragen um Tragehilfe ein. Genau diese Hilfe koordiniert Sozialarbeiter Hlubek mit seinem Team: drei Auszubildende der „Wiederaufbau“ hatten sich bereit erklärt, die Aktion ganz aktiv zu unterstützen. Sie kümmern sich um den Sperrmüll von Menschen, die keine andere Hilfe finden konnten – und treffen oft auf große Dankbarkeit bei den Betroffenen.

 

Sperrmüll3Auch die Mitarbeiter der ZAH zeigen sich zufrieden mit dem Stadtfeld-Einsatz. Die Müll-Spezialisten haben dabei vor allem das Problem der "wilden Sperrmüll-Entsorgung" vor Augen. Was das damit gemeint ist, erklärt ein Mitarbeiter näher: Ein Anwohner beantragt seinen Sperrmüll ordnungsgemäß und stellt seinen Sperrmüll auch korrekt an die Straße. Einige Nachbarn wittern ihre Chance und stellen ihren Müll in Nacht- und Nebelaktionen einfach dazu. Am nächsten Tag stehen die ZAH-Entsorger vor einem Riesenhaufen, den sie in ihrer regulären Tour gar nicht entsorgen können. Da machen solche Aktionstage für einzelne Nachbarschaften jedenfalls Sinn.

 

Sperrmüll2Nicht nur die schwerarbeitenden Müll-Entsorger, auch mancher Nachbar, lässt sich gerne an der Aktionstag-Station am „Stadtteilbüro Stadtfeld“ mit einem Kaffee oder einer Bratwurst verwöhnen. Natürlich dreht sich auch hier alles nur um den Müll! In mehreren Sprachen gibt es Informationen, die helfen, wenn es um richtige Mülltrennung oder um Entsorgungsmöglichkeiten geht.
Das Stadtteilbüro will in Sachen Müll eine feste Adresse für die Nachbarschaft Stadtfeld werden. Ab Mitte Mai kann man im Stadtteilbüro Stadtfeld nicht nur kostenfrei „Gelbe Säcke“ bekommen, sondern auch Sperrmüllkarten und (wenn gewünscht) Ausfüllhilfe erhalten.

 

Wir bedanken uns beim Zweckverband Abfallwirtschaft (ZAH) für die freundliche Unterstützung des Sperrmüll-Aktionstages 2012 im Hildesheimer Stadtfeld!



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